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01.02.2008

Beton – unverzichtbarer High-Tech-Baustoff

Was Sie über den Baustoff der Zukunft wissen sollten.

Auch die alten Römer haben schon mit Beton gebaut.Moderner Beton ist heutzutage in der Architektur nicht mehr wegzudenken. Auch in privaten Ein- oder Mehrfamilienhäuser werden immer mehr Bauelemente in Beton (vor-)gefertigt, das spart Zeit und somit Geld, erhöht aber auch die Stabilität und eröffnet neue Möglichkeiten in Form und Funktion. Daher greifen viele private Bauherren auf Fertigbeton beim Bauen zurückt.
Diesen gibt es in den verschiedensten Arten und Ausführungen.

Wussten Sie schon, dass …
Kalkmörtel, eine Art Vorläufer des Betons schon vor über 10.000 Jahren in der Türkei verwendet wurde und gebrannter Kalk beim Bau der Pyramiden in Ägypten. Eine Weiterentwicklung aus diesen Kalkgemischen ist der „opus caementitium“ der Römer aus dem dann das Wort Zement abgeleitet wurde. Opus caementitium bedeutet Werk und Zuschlagstoff/Bruchstein und wird als „römischer Beton“ bezeichnet. Er bestand aus Wasser, gebranntem Kalk, Sand, Mörtel und Bruchsteinen. Dieser Beton bestach schon im Römischen Reich durch extreme Druckfestigkeit. Unter anderem wurden mit diesen Mischungen das berühmte Pantheon und die Äquadukte gebaut, beide zählen auch heute noch zu den Meisterwerken der Architektur. Eine weitere Verbesserung durch die Römer war dann die inerten Zuschlagstoffe. Diese Stoffe bestanden hauptsächlich aus den Resten von Ziegelmaterial, welches durch das vorherige Brennen die Eigenschaft besaß, bei Temperaturschwankungen nicht zu reißen. Diese kann heute noch in Nordafrika besichtigt werden, denn dort gibt es Estrichflächen die ca. 200-300 n.Chr gebaut wurden und bis heute keinerlei Risse zeigen, trotz der immensen Temperaturunterschiede.

Das Wort Beton selber wurde jedoch erst im 18. Jahrhundert durch Bernard de Bilidor gebildet. Der Beton wie wir ihn heute kennen wurde jedoch durch John Smeaton gefördert, als er auf der Suche nach wasserbeständigem Mörtel war. Seine Landsleute J. Parker und J. Aspdin erfanden den Romanzement und den Portlandzement, und damit war die Beton Entwicklung der Neuzeit abgeschlossen. So ist Beton, obwohl in der modernen Welt nicht mehr wegzudenken, ein Jahrtausende altes Gemeinschaftsprodukt verschiedenster Kulturen.

Wie Beton sich letztendlich zusammensetzt, ist von vielen verschiedenen Umständen abhängig. Zum Beispiel Umweltbedingungen und gewünschte Festigkeitsklasse. Der „normale“ Beton hat die Festigkeitsklasse C25/30. Das bedeutet bei einem Kubikmeter 200 Liter Wasser, 285 Kilogramm Zement und 1900 Kilogramm Zuschlagstoffe. Das entspricht dann einem Verhältnis von 1:0, 6:7. Mittlerweile gibt es zahllose Mischungen, und damit verschieden Betonarten.

Mit dem Werkstoff Beton lässt sich vieles umsetzen.Neben Ultraleichtbeton, Transluzenten Beton, Papierbeton, Glasschaumbeton, Selbstreinigender Beton, Säurebeständiger Beton, Hochfesten Beton, Selbstverdichtender Beton, Konkret Beton, Mineralbeton, Asphaltbeton, Splitbeton, Polymerbeton, Faserbeton, Porenbeton, Schleuderbeton, Vakuumbeton, Walzbeton, Estrichbeton, Aufbeton, Spritzbeton, Unterwasserbeton, sind für den privaten Hausbau vor allem der Orts-, Baustellen- und Transportbeton von Bedeutung. Und ganz neu natürlich unser Creativ Beton. Was das ist? Hier erfahren Sie alles über die unzähligen Möglichkeiten von Creativ Beton.

Orts-, Baustellen- und Transportbeton bezieht sich auf der Ort der Herstellung, entweder vor Ort, durch einen kleinen Mischer, einer ganzes Werk wie bei der Baustelle am Potsdamer Platz oder in einem Werk, von wo aus er mit einem Betonmischer zur Baustelle gebracht wird.

Estrichbeton wird zur Herstellung von Fußböden in Gebäuden genutzt. Durch die Korngrößenbegrenzung der Zuschlagstoffe können auch bei dünnen Schichten gute Oberflächeneigenschaften hergestellt werden.

Spritzbeton wird durch Druckluft zu Spritzdüsen befördert und von dort aus flächenartig aufgetragen und gleichzeitig verdichtet.

Splitbeton enthält wie der Name schon sagt Splitt, dadurch wird der Beton porös und Wasser kann abfließen. Das verringert die Frostgefahr, aber verringert auch gleichzeitig die Tragkraft.

Selbstverdichtender Beton muss aufgrund besonderer Rezepturen und Zusatzstoffen nicht mehr gerüttelt werden, um Lufteinschlüsse zu verhindern.

Die andern Betonarten, die aufgezählt wurden, beziehen sich entweder auf Verarbeitungsweisen, oder Betonarten die nicht für den privaten Bauherren praktikabel sind.

Grundsätzlich gilt aber für jeden Beton zweierlei; dass er bei der Aushärtung an Volumen verliert, man spricht dabei von „Schwinden“ und dass Beton nicht trocknet, sondern abbindet. Das bedeutet, dass der erst noch flüssige Zementleim (Wasser und Zement) ansteift, erstarrt und dann fest wird, was unterschiedlich lange dauert, je nach Mischung und Umwelteinfluss. Am besten sind trockene Temperaturen zwischen +5 °C und +30 °C geeignet ansonsten müssen Maßnahmen ergriffen werden, die das Abbinden des Betons ermöglichen.

Trotzdem, dass Beton eines der Dauerhaftesten Baumittel der modernen Zeit ist, ist es doch nicht davor gefeit brüchig zu werden und risse zu bekommen. Der „normale“ Beton hat eine Lebensdauer von 50 Jahren, vorausgesetzt er wurde fachmännisch verarbeitet und nicht mutwillig beschädigt. Dann muss entweder abgerissen und neu gebaut oder repariert werden.

Die Reparatur von Betonteilen sollte grundsätzlich immer von Fachleuten ausgeführt werden, da bestimmte Vorschriften zu beachten sind. Auch muss erst einmal genau festgestellt werden ob der schaden überhaupt reparabel ist. Denn gerade in älteren Häusern, in denen Beton verbaut wurde, ist nicht immer fachgerecht gearbeitet worden. Auch sind Reparaturen an Beton wesentlich aufwändiger als Neubauten. Um schadhafte Stellen zu reparieren, müssen sie erst einmal freigelegt werden, gereinigt werden und auf Stabilität überprüft werden. Bei der Reparatur kommt entweder wieder Beton zum Einsatz oder bei tief gehenden Rissen Kunstharzinjektionen. Aber auch dies sollte nur von Fachleuten ausgeführt werden, oder zumindest unter der Anleitung von Fachleuten. Das Risiko eines Einbruchs ist andernfalls viel zu groß.

Falls Sie Reparaturarbeiten an Betonteilen durchführen wollen, sprechen Sie uns vorher an. Wir kommen gerne zu Ihnen Vorort und machen ein Angebot.

Tipp

Fragen Sie jetzt nach einer für Ihr Haus geeigneten Wärmedämmung. In den Frühjahr- und Sommermonaten ist die Arbeit leichter zu erledigen als in den Herbst- bzw. Wintermonaten. Das spart nochmals Kosten.


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