Wie alle anderen Märkte auch ist der Immobilienmarkt jährlichen Schwankungen ausgesetzt, die nicht unerheblich auf Entscheidungen von Bau- oder Immobilienerwerbswilligen wirken.
Für viele Bau- und Kaufwillige geht es bei der Entscheidung für eine Immobilie um die Schaffung und Sicherung eines eigenen Wohnsitzes mit der damit verbundenen Alterssicherung. Bei ständig steigenden Mieten und unabsehbarer Erhöhung der Wohnnebenkosten ist dies mehr als verständlich.
Preisentwicklung für Häuser in Deutschland
Während in den Jahren vor 2006 die durchschnittlichen Preise für Häuser relativ stabil waren zeigte sich ab 2006 eine Verteuerung. Die Hebung des Regelsteuersatzes auf 19% und die Verteuerung von Baumaterialien um etwa 2,3% hatte hier entscheidenden Anteil. Die Tendenz der Verteuerung von Immobilien hielt auch in 2007 an.
Aufgrund der Verteuerung von Baumaterialien, Energiekosten und Arbeitsleistungen ist in 2008 mit einem leichten Anstieg der durchschnittlichen Kosten für Häuser zu rechnen. Dieser Trend wird auch die kommenden Jahre erfassen.
Dabei sind regionale Abweichungen sowie Unterschiede in der Bewertung zu beachten. Besonders die Erhöhung der Baukosten mit Tendenz nach oben in den Folgejahren lässt für Bauwillige eine Entscheidung für den Hausbau noch in diesem Jahr günstiger erscheinen als in den Folgejahren.
Während bei Gebrauchtimmobilien die Preise leicht rückläufig waren und ein Wertverlust von ca. 2,5% jährlich das statistische Mittel bildet, haben sich Neubauten um etwa 1% gegenüber dem Bundesbankindex von 2,4% verteuert.
Mangels zeitnaher repräsentativer Statistiken (ähnlich wie in Frankreich) sind die tatsächlichen Preise für Häuser auf der Grundlage standardisierter Bemessungsgrundlagen in Deutschland nur recht vage einzuschätzen.
Derzeit kosten neu errichtete Einfamilienhäuser mit ca. 175 qm Wohnfläche in guter Lage zwischen 140.000 und 670.000 Euro, je nach Region. Die teuersten Immobilien finden sich in München, am günstigsten schneidet derzeit Wilhelmshaven ab. Diese Zahlen sind Anhaltswerte.
Ausgehend von einer jährlichen Preissteigerung von etwa 1.75% werden sich die Preise für neue Häuser entsprechend weiter entwickeln. Dazu gerechnet werden muss eine durchschnittliche jährliche Inflationsrate von etwa 1,5%.
Damit ist von einer Verteuerung neu gebauter Häuser von etwa 3,25% in den nächsten Jahren auszugehen.
Neu bauen oder gebraucht kaufen - was lohnt sich?
Das richtet sich nach dem persönlichen Portfolio der Interessenten. Unabhängig von dieser Betrachtung ist ein Neubau dem Gebrauchtimmobilienerwerb vorzuziehen. Die neu errichteten Häuser entsprechen den aktuellen Standards, sind in Energiebilanz und Werterhaltung günstiger. Damit bleiben die Unterhaltungskosten in den ersten Jahren gering. Gebrauchte Immobilien benötigen meist eine grundlegende Sanierung und Modernisierung, die je nach Gebäudezustand und Ausstattung durchschnittlich 20 bis 100% des Kaufpreises beträgt und die gebrauchte Immobilie verteuert.
Wer es möglich machen kann sollte den Neubau dem Erwerb einer gebrauchten Immobilie vorziehen.
Staatliche Förderung
Nach Abschaffung der Eigenheimzulage sind nur wenige Fördermaßnahmen für den Bau des eigenen Hauses geblieben aber auch diese sollte man nutzen um die Finanzierung des Hausbaus auf sichere Füße zu stellen.
Geblieben ist die Wohnungsbauprämie bei der Einzahlungen auf einen Bausparvertrag mit bis zu 8,8% jährlich staatlich gefördert werden. Darüber hinaus lässt sich die Arbeitnehmer-Sparzulage nutzen wenn vermögenswirksame Leistungen auf ein Bausparkonto eingezahlt werden. Das unterstützt der Staat mit bis zu 9% jährlich. Zu beachten sind in jedem Fall die Einkommensgrenzen. Außerdem können verschiedene Steuersparmodelle wirksam werden. Darüber informiert der Steuerberater oder auch die Bausparkasse.
Hausbau finanzieren - die Zinsen
Die Finanzierung des Wunsches nach dem eigenen Haus muss gut durchdacht sein. Bei derzeit angebotenen Zinsen zwischen 3,38 und 4,5% erscheint eine Finanzierung zwar recht günstig, beinhaltet aber in der Regel keine Baunebenkosten. Eine Zinsbindung auf 10 bis 20 Jahre ist bei der derzeitigen Entwicklung auf dem Finanzmarkt sehr sinnvoll. Je höher das eingebrachte Eigenkapital, desto sicherer ist eine solide Finanzierung möglich.
Wer heute baut ist jedoch von der Zinsentwicklung und der Entwicklung der Bau- und Immobilienpreise gesehen in jedem Fall gut beraten. Von einer deutlichen Veränderung der Preisentwicklung nach unten ist nämlich nicht auszugehen.
Für eine Finanzierung fragen Sie Ihre Bank, für alle Fragen rund um den Bau fragen Sie BAUPLAN - Michael Teubert, wir beraten Sie gerne.
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Informieren Sie sich über mögliche Fördergelder, z.B. von der Kreditantstalt für Wiederaufbau (KfW), in Form von Finanzierungskrediten mit besonders günstigen Kontitionen. Es könnte sich für Sie lohnen!
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